Donnerstag, 24. Juni 2010
Das totale Leben!
die anstecknadel, 01:22h
Keuchend lachend laufen zwei blut und dreckverschmierte Typen ihrem Ende entgegen. Die Körper strotzen voll Narben und Wunden, die Verbände sind schon durchgesifft, doch sie sind fröhlich.
„Dicker, endlich sind wir da!“
„Wo?“
„Am Ziel unserer Reise! Am Ende der Welt verdammt noch mal!“
Er lacht lauthals, muss währenddessen aber ein wenig husten.
„Phh, hier, ich seh keine Ende der Welt das ist eine verschissene Klippe und darunter ist sogar noch Strand bis das Meer anfängt.“
„Sei nicht so blauäugig, wir haben das Ende unserer Reise erreicht, das Ende unserer Welt!“
„Was willst du damit sagen?“
„Hab ich dir nicht gezeigt was leben bedeutet, haben wir nicht wahrhaftig gelebt, haben wir es den Wichsern nicht gezeigt?“
“Ja, Dicker, das haben wir, aber richtig.“
Auch er lacht, und hustet dabei ein paar blutige Brocken aus.
„Aber wieso hier? Was ist der nächste Schub?“
„Tja, jetzt sind wir beide bereit für das totale Leben, das hier ist besser als die geilste Fotze zu ficken oder mit dem geilsten Kerl zu bumsen, um längen besser als sich irgendwelche schottischen Wichserjunkies sich vorstellen können!“
„Du meinst wir tun es wirklich?“
„Na klar, das totale Leben ist das Ende der Welt!“
„Aber das bedeutet wir müssen sterben??? Wieso müssen wir denn sterben?“
„Weil wir keine verschissenen Götter sind! Das ist der Grund.“
Er guckt sich ein wenig verwirrt um.
„Was ist denn mit Wichsern da los? HEY wer seid ihr denn?“
Ein nackter Mann sagt nichts und sitzt weiter auf den Boden. Jemand sagt:
„Ich wandere ohne blauen Hut.“
„Ach haltet die Fresse ihr Wichser!“
„Lass diese Pisser sein, das ist unser Moment! Wir dürfen all diesen Wichsern es nicht gönnen!“
„Was nicht gönnen, Dicker?“
„Na das sie vielleicht irgendeine Ahnung haben was wir und gerade wie wir was erlebt haben!“
„Ich versteh dich nicht!“
„Ach halts Maul und vertrau mir einfach, so wie du es seit Anfang unserer Reise getan hast!“
„Ok, ich vertrau dir vollkommen, aber tue mir einen Gefallen, einen letzten. Gebs mir richtig, so richtig in die Fresse rein!“
„Dein Wort in Gottes Ohr!“
Lachend holt er aus und schlägt ihn mit voller Wucht auf den Mund. Ihm tut nach dem Schlag die Faust weh, dem anderen krümmt es und er hält seine Hand auf den Mund, welche jetzt voller Sabber und Blut ist. Nach dem sich ein wenig eingependelt hat gibt er in einem passenden Moment seinem Schläger einen rächenden Faustschlag in die Magenkuhle. Da krümmt dieser sich und hustet oder besser gesagt kotzt gleichzeitig weitere Blutbrocken.
Nach dem sie sich erholt haben schauen sich beide an und grinsen. Sehr verschmiert grinsen sie weiter und nicken sich zu.
„Yeah.“
„Yeah.“
Nun gehen sie beide in die Sprinterstellung, es geht los!
„Allons-y!“
Eine gute Reise Jungs!
die anstecknadel 2010
„Dicker, endlich sind wir da!“
„Wo?“
„Am Ziel unserer Reise! Am Ende der Welt verdammt noch mal!“
Er lacht lauthals, muss währenddessen aber ein wenig husten.
„Phh, hier, ich seh keine Ende der Welt das ist eine verschissene Klippe und darunter ist sogar noch Strand bis das Meer anfängt.“
„Sei nicht so blauäugig, wir haben das Ende unserer Reise erreicht, das Ende unserer Welt!“
„Was willst du damit sagen?“
„Hab ich dir nicht gezeigt was leben bedeutet, haben wir nicht wahrhaftig gelebt, haben wir es den Wichsern nicht gezeigt?“
“Ja, Dicker, das haben wir, aber richtig.“
Auch er lacht, und hustet dabei ein paar blutige Brocken aus.
„Aber wieso hier? Was ist der nächste Schub?“
„Tja, jetzt sind wir beide bereit für das totale Leben, das hier ist besser als die geilste Fotze zu ficken oder mit dem geilsten Kerl zu bumsen, um längen besser als sich irgendwelche schottischen Wichserjunkies sich vorstellen können!“
„Du meinst wir tun es wirklich?“
„Na klar, das totale Leben ist das Ende der Welt!“
„Aber das bedeutet wir müssen sterben??? Wieso müssen wir denn sterben?“
„Weil wir keine verschissenen Götter sind! Das ist der Grund.“
Er guckt sich ein wenig verwirrt um.
„Was ist denn mit Wichsern da los? HEY wer seid ihr denn?“
Ein nackter Mann sagt nichts und sitzt weiter auf den Boden. Jemand sagt:
„Ich wandere ohne blauen Hut.“
„Ach haltet die Fresse ihr Wichser!“
„Lass diese Pisser sein, das ist unser Moment! Wir dürfen all diesen Wichsern es nicht gönnen!“
„Was nicht gönnen, Dicker?“
„Na das sie vielleicht irgendeine Ahnung haben was wir und gerade wie wir was erlebt haben!“
„Ich versteh dich nicht!“
„Ach halts Maul und vertrau mir einfach, so wie du es seit Anfang unserer Reise getan hast!“
„Ok, ich vertrau dir vollkommen, aber tue mir einen Gefallen, einen letzten. Gebs mir richtig, so richtig in die Fresse rein!“
„Dein Wort in Gottes Ohr!“
Lachend holt er aus und schlägt ihn mit voller Wucht auf den Mund. Ihm tut nach dem Schlag die Faust weh, dem anderen krümmt es und er hält seine Hand auf den Mund, welche jetzt voller Sabber und Blut ist. Nach dem sich ein wenig eingependelt hat gibt er in einem passenden Moment seinem Schläger einen rächenden Faustschlag in die Magenkuhle. Da krümmt dieser sich und hustet oder besser gesagt kotzt gleichzeitig weitere Blutbrocken.
Nach dem sie sich erholt haben schauen sich beide an und grinsen. Sehr verschmiert grinsen sie weiter und nicken sich zu.
„Yeah.“
„Yeah.“
Nun gehen sie beide in die Sprinterstellung, es geht los!
„Allons-y!“
Eine gute Reise Jungs!
die anstecknadel 2010
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Mittwoch, 5. Mai 2010
Schande über eure Häupter
die anstecknadel, 04:47h
Schande über eure Häupter
Meine Gedanken sind wie Blitze aus einer fernen Welt,
Wo sie einschlagen wird altes zerstört,
Wird Neues entstehen,
Und wieder dem Untergang geweiht sein.
Meine Gefühle sind wie ein warmer Regen im Sommer,
Befremdlich feucht und doch erfrischend,
Immer mit der Gefahr behaftet zu einem Gewitter zu envolvieren,
Und aus seichten Regen peitschende Stürme und Feuersbrünste entstehen zu lassen.
Meine Erkenntnis beruht auf dem Vertrauen in meine Nichtexistenz,
Welche pulsierend einfach nichts sagend existiert.
Ich,
Ich bin ein durch Nikotin vergilbtes Buch ohne Inhalt,
Der zerbissene Kugelschreiber in meiner Hand,
Das leere Glas das nach Inhalt lechzt,
Die volle Amphora die nach Leerung bettelt,
Ich bin alles oder nichts,
Ich bin
Oder nicht?
die anstecknadel 2006
Meine Gedanken sind wie Blitze aus einer fernen Welt,
Wo sie einschlagen wird altes zerstört,
Wird Neues entstehen,
Und wieder dem Untergang geweiht sein.
Meine Gefühle sind wie ein warmer Regen im Sommer,
Befremdlich feucht und doch erfrischend,
Immer mit der Gefahr behaftet zu einem Gewitter zu envolvieren,
Und aus seichten Regen peitschende Stürme und Feuersbrünste entstehen zu lassen.
Meine Erkenntnis beruht auf dem Vertrauen in meine Nichtexistenz,
Welche pulsierend einfach nichts sagend existiert.
Ich,
Ich bin ein durch Nikotin vergilbtes Buch ohne Inhalt,
Der zerbissene Kugelschreiber in meiner Hand,
Das leere Glas das nach Inhalt lechzt,
Die volle Amphora die nach Leerung bettelt,
Ich bin alles oder nichts,
Ich bin
Oder nicht?
die anstecknadel 2006
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Schande über ihren Köpfen
die anstecknadel, 04:45h
Schande über Ihren Köpfen
Meine Gedanken sind wie der Blitz aus einer entfernten Welt,
Wo Rehe, die sie schlug, zerstörten alt?
Wille ergeben sich frisch?
Die und die wieder dem Fall gewidmete Entwicklung.
Meine Gefühle sind im Sommer wie ein warmer Regen,
Unangenehm feucht und sowieso erfrischen,
Immer noch voller die Gefahr für ein Gewitter zu envolvieren,
Und mietende Stürme und Feuersbrünste, die Regen von Untiefe schlagen, ergeben sich.
Mein Wissen ist auf Grundlage vom Vertrauen mein nicht Existenz,
Einfach, welche eins existiert und pulsiert geringfügig.
Ich,
Ich bin ein von Nikotin ohne Inhalt vergilbtes Buch,
Der gekaute Kugelschreiber in meiner Hand,
Dies leert das Hosenglas entsprechend Inhalt,
Nachdem sie dieses leert, bittet man um die volle Amphora,
Ich bin alles oder nichts,
Ich bin
Oder nicht?
die anstecknadel 2006
Meine Gedanken sind wie der Blitz aus einer entfernten Welt,
Wo Rehe, die sie schlug, zerstörten alt?
Wille ergeben sich frisch?
Die und die wieder dem Fall gewidmete Entwicklung.
Meine Gefühle sind im Sommer wie ein warmer Regen,
Unangenehm feucht und sowieso erfrischen,
Immer noch voller die Gefahr für ein Gewitter zu envolvieren,
Und mietende Stürme und Feuersbrünste, die Regen von Untiefe schlagen, ergeben sich.
Mein Wissen ist auf Grundlage vom Vertrauen mein nicht Existenz,
Einfach, welche eins existiert und pulsiert geringfügig.
Ich,
Ich bin ein von Nikotin ohne Inhalt vergilbtes Buch,
Der gekaute Kugelschreiber in meiner Hand,
Dies leert das Hosenglas entsprechend Inhalt,
Nachdem sie dieses leert, bittet man um die volle Amphora,
Ich bin alles oder nichts,
Ich bin
Oder nicht?
die anstecknadel 2006
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Dienstag, 4. Mai 2010
Recht auf Arbeit
die anstecknadel, 03:26h
Recht auf Arbeit, Recht auf Arbeitdie anstecknadel 2009
Hat doch nur der Muskelmann
Recht auf Arbeit, Recht auf Arbeit
hat nicht der der gar nichts kann
Fleisch aus Stahl kann Träger stemmen
Fleisch aus Stahl kann Dämme dämmen
Fleisch aus Stahl ist eine Wucht
Schweiß ist unser Wohlgeruch
Nur das Recht auf Arbeit
nimmt uns unsere Sorgen weg
Nur das Recht auf Arbeit
zeigt was uns im Innern steckt
Niemals mehr auf diesen Erden
soll die Welt nach Blumen stinken
Wenn wir neue Menschen werden
Werden sie in Schweiß versinken.
Nur die Arbeit gibt die Kraft
die uns das Utopia schafft
Nur die Arbeit gibt uns Nutzen
kann niemals unseren Geist verschmutzen
Nur die Arbeit kann uns Geben
was wir brauchen als ein Segen
Fordert das Recht zur Arbeit ein
Nur so werden wir neue Menschen sein
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Montag, 3. Mai 2010
Die Arbeiterkampfmaschine
die anstecknadel, 22:16h
Dampfen sollst du, schwitzen sollst du
Kohle in den Ofen rein
Schaufeln, schaufeln mit den Händen
Kohle in den Ofen rein
Blut muss raus, Öl muss rein
So dass Fleische Stahl wird sein!
Alle runter in die Grube
Hunger Hunger, Erz muss her!
Schaufeln, schaufeln mit den Händen
Hunger, Hunger, Erz muss her!
Fleisch muss raus, Stahl muss rein
So dass Blute Öl wird sein!
Arbeiterkampfmaschine
Arbeiterkampfmaschine
Du machst unsere Köpfe frei
Dampfen musst du, Kämpfen musst du
Gebrannte Erde wird nun sein
Auf den neuen Garten Eden
den man nicht mehr gießen muss
Erz und Öl für neue Menschen
Gibt es nun im Überfluss
Arbeiterkampfmaschine
Arbeiterkampfmaschine
Du wirst unser Körper sein
Dampfen musst du, Kämpfen musst du
Bis wir nicht mehr sind allein!
Blauer Stahl küsst rosa Fleischdie anstecknadel 2009
Schweiß geht raus und Dampf kommt rein!
Entstanden durch das Hören von Panzermenschen im Weltäther
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Sonntag, 2. Mai 2010
Wo es einen Knopf gibt, existiert auch eine Bombe!
die anstecknadel, 04:43h
Gestern war der schönste Tag meines Lebens.
Ich steuerte mein Gefährt eine lange asphalterne Ader entlang. Ein Kumpan saß neben mir. Ruhig war es, geschafft, aber auch befriedigt, saßen wir nun da. Ein Gespräch begann. Wir unterhielten uns über dies und das, den glorreichen und höchst befriedenden gestrigen Tag, interessante Filme, Politik und anderem. Die Debatten waren schmackhaft, aber irgendwie belanglos im Schatten der Gestrigen.
Ich machte Musik an. Sie war laut, pompös, ruhig, schnell und meine Gedanken waren lauter. Mein Wohlbefinden war lauter. Ich fühlte wie mein Gefährt sich immer schneller bewegte. Fast schon unendlich schnell, so schnell als entstünde eine Gleichzeitigkeit. Fast schon so schnell als würde es sich für mich wie Stillstand anfühlen.
Versunken war ich, versunken in Gedanken.
Dann tauchte urplötzlich ein Gefährt, wie Gras vor mir auf. Und es ward so als würde Thor persönlich vom Himmel herabsteigen und mir mit Mjöllin, oder so, blaues Licht, wie Blitze gen Augen schicken.
Eine Komposition aus pulsierenden Sonnenlicht und roten Punkten verführte mich dazu an einer Aderbucht anzuhalten.
Eine Person, eines Waidmannes ähnlich, erschien neben dem Bullauge des Gefährtes. Sie stammelte belangloses Zeug, ich gab ihr die verlangten belanglosen Papierfetzen. Auf die meinige Frage, der plötzlichen Unterbrechung blickte der Waidmann verdutzt und stammelte etwas davon, daß man sich auf so genannten "Bundesstraßen" auch schneller als mit der Geschwindigkeit eines lahmenden Esels fortbewegen könne. Danach blendete er mich mit künstlichem Licht, obwohl doch im Himmel die Sonne lachte. Ich sollte sogar in einen seltsam dreinschauenden Blechkasten pusten.
Irgendwann verschwand sie, nachdem sie die Sicherheit meines Gefährtes penibel untersucht hatte und seltsamerweise enttäuscht davon war das sie keine Unstimmigkeiten finden konnte. Seltsamer Kauz, obwohl seine Hilfsbereitschaft und Anteilnahme, an die Sicherheit des Meinigen, lobenswert war.
Mein Kumpan nutzte die Unterbrechung für Ablassung seiner körpereigenen Flüssigkeiten. Ich schaute mich um.
Da erspähte ich etwas Wunderschönes. Ein Kadaver einer Katze lag dort. Ich bewegte mich dorthin, setzte mich daneben und machte mir eine Zigarette. Es war so als sei die Vollendung, die Perfektion eines Wesens in einem zwar vergänglichen, aber dennoch omnipotenten Moment eingefroren.
In der Nähe war die Ader, die quer durch die Landschaft führte. Dort zog sich eine schier unendlich lange Perlenkette, bestehend aus Gefährt ähnlich wie das Meinige, entlang. Die Insassen grüßten mich mit mir unbekannten Gesten.
Mein Kumpan kehrte zurück und fragte mich was ich mache, ich antwortete ihm, dass ich lebe.
Ein Gefährt, auf dessen Hinterteil ein Fischähnliches Symbol haftete, blitzte quer durch meine Augenwinkel. Es knallte und ein Konzert aus wunderbaren Disornanzen erschalte.
Ich legte mich hin, meine Hände unter meinem Haupt. Die Sonne lachte, der Wind streichelte die aufblühende Vegetation.
Ich sah nicht mehr, ich hörte nicht mehr, ich schmeckte nicht mehr, ich roch nicht mehr, ich fühlte nur noch.
Ja, gestern war ein schöner Tag, heute, aber auch.
die anstecknadel 2006
Ich steuerte mein Gefährt eine lange asphalterne Ader entlang. Ein Kumpan saß neben mir. Ruhig war es, geschafft, aber auch befriedigt, saßen wir nun da. Ein Gespräch begann. Wir unterhielten uns über dies und das, den glorreichen und höchst befriedenden gestrigen Tag, interessante Filme, Politik und anderem. Die Debatten waren schmackhaft, aber irgendwie belanglos im Schatten der Gestrigen.
Ich machte Musik an. Sie war laut, pompös, ruhig, schnell und meine Gedanken waren lauter. Mein Wohlbefinden war lauter. Ich fühlte wie mein Gefährt sich immer schneller bewegte. Fast schon unendlich schnell, so schnell als entstünde eine Gleichzeitigkeit. Fast schon so schnell als würde es sich für mich wie Stillstand anfühlen.
Versunken war ich, versunken in Gedanken.
Dann tauchte urplötzlich ein Gefährt, wie Gras vor mir auf. Und es ward so als würde Thor persönlich vom Himmel herabsteigen und mir mit Mjöllin, oder so, blaues Licht, wie Blitze gen Augen schicken.
Eine Komposition aus pulsierenden Sonnenlicht und roten Punkten verführte mich dazu an einer Aderbucht anzuhalten.
Eine Person, eines Waidmannes ähnlich, erschien neben dem Bullauge des Gefährtes. Sie stammelte belangloses Zeug, ich gab ihr die verlangten belanglosen Papierfetzen. Auf die meinige Frage, der plötzlichen Unterbrechung blickte der Waidmann verdutzt und stammelte etwas davon, daß man sich auf so genannten "Bundesstraßen" auch schneller als mit der Geschwindigkeit eines lahmenden Esels fortbewegen könne. Danach blendete er mich mit künstlichem Licht, obwohl doch im Himmel die Sonne lachte. Ich sollte sogar in einen seltsam dreinschauenden Blechkasten pusten.
Irgendwann verschwand sie, nachdem sie die Sicherheit meines Gefährtes penibel untersucht hatte und seltsamerweise enttäuscht davon war das sie keine Unstimmigkeiten finden konnte. Seltsamer Kauz, obwohl seine Hilfsbereitschaft und Anteilnahme, an die Sicherheit des Meinigen, lobenswert war.
Mein Kumpan nutzte die Unterbrechung für Ablassung seiner körpereigenen Flüssigkeiten. Ich schaute mich um.
Da erspähte ich etwas Wunderschönes. Ein Kadaver einer Katze lag dort. Ich bewegte mich dorthin, setzte mich daneben und machte mir eine Zigarette. Es war so als sei die Vollendung, die Perfektion eines Wesens in einem zwar vergänglichen, aber dennoch omnipotenten Moment eingefroren.
In der Nähe war die Ader, die quer durch die Landschaft führte. Dort zog sich eine schier unendlich lange Perlenkette, bestehend aus Gefährt ähnlich wie das Meinige, entlang. Die Insassen grüßten mich mit mir unbekannten Gesten.
Mein Kumpan kehrte zurück und fragte mich was ich mache, ich antwortete ihm, dass ich lebe.
Ein Gefährt, auf dessen Hinterteil ein Fischähnliches Symbol haftete, blitzte quer durch meine Augenwinkel. Es knallte und ein Konzert aus wunderbaren Disornanzen erschalte.
Ich legte mich hin, meine Hände unter meinem Haupt. Die Sonne lachte, der Wind streichelte die aufblühende Vegetation.
Ich sah nicht mehr, ich hörte nicht mehr, ich schmeckte nicht mehr, ich roch nicht mehr, ich fühlte nur noch.
Ja, gestern war ein schöner Tag, heute, aber auch.
die anstecknadel 2006
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